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Neue Lockdown bis 18. April

Coronavirus in NRW

Eine Maske liegt auf dem Boden in der leeren Innenstadt.

Darauf haben sich Bund und Länder geeinigtWDR aktuell 23.03.2021 Verfügbar bis 30.03.2021 WDRVon Diana Ahrabian

Bund-Länder-Konferenz – Das bedeuten die Beschlüsse für NRW

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Nach mehr als zwölfstündiger Beratung haben sich Kanzlerin Merkel und die Länderchefs in der Nacht auf eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 18. April geeinigt. Ostern wird fast komplett runtergefahren.

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen haben Bund und Länder nach einem Beratungs-Marathon eine Verschärfung der geltenden Beschränkungen beschlossen.

Ostern fünf Tage „erweiterte Ruhezeit“

Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Nacht zum Dienstag in Berlin mitteilte, soll in Ländern oder Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 die sogenannte Notbremse gezogen werden. Öffnungen sollen dann also auf den Stand von Anfang März zurück genommen werden, was vor allem die Möglichkeit zum Einkaufen mit Termin (Click and Meet) betrifft. Der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wird insgesamt bis zum 18. April verlängert.

Zudem beschlossen die Regierungschefs eine „erweiterte Ruhezeit“ zu Ostern. Der Gründonnerstag und der Karsamstag sollen zu einmaligen Ruhetagen erklärt werden, so dass das Land vom 1. April bis zum Ostermontag am 5. April komplett herunter fährt.

Eure Fragen

Oster-Lockdown: Was bedeuten die Beschlüsse für NRW29:26 Min. Verfügbar bis 23.03.2022

Laschet: „Wir verreisen nicht und verzichten auf Besuche“

Karsamstag jedoch werde es eine „Öffnung des engeren Bereichs der Lebensmittelgeschäfte“ geben, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), der die Beschlüsse „eins zu eins“ umsetzen wolle. Die Notbremse solle in NRW ab Montag (29. März) greifen. Zudem erklärte Laschet, warum gerade zu Ostern die Zügel angezogen werden sollen. „Ostern werden besonders schwierige Tage in der Entwicklung der Pandemie“, so Laschet.

Unter dem Motto ‚wir bleiben zuhause‘ wolle man „das lange freie Osterwochenende nutzen, um eine starke Ruhephase einzulegen“. So gelte: „Wir verreisen nicht und verzichten auf Besuche, um das Virus konzentriert zu bekämpfen.“https://platform.twitter.com/embed/Tweet.html?dnt=false&embedId=twitter-widget-0&frame=false&hideCard=false&hideThread=false&id=1374175372984553472&lang=de&origin=https%3A%2F%2Fwww1.wdr.de%2Fnachrichten%2Fthemen%2Fcoronavirus%2Fcorona-lockdown-verlaengerung-konferenz-100.html&siteScreenName=twitterusername&theme=light&widgetsVersion=e1ffbdb%3A1614796141937&width=550px

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Er könne verstehen, wenn die Menschen mit den Beschlüssen hadern und frustriert sind, sagte Laschet in der Nacht zum Dienstag. Die prognostizierte Entwicklung des Virus werde aber gerade die Ostertage „zu besonders schwierigen Tagen“ in der Pandemie machen.

So bleibt es auch zu Ostern bei folgenden Kontaktbeschränkungen: Treffen dürfen sich zwei Haushalte, maximal aber fünf Personen, wobei Kinder unter 14 Jahre nicht mitgezählt werden.

Nächtliche Ausgangsbeschränkungen, wie sie in ersten Versionen des Bund-Länder-Papiers enthalten waren, lehnte Laschet ab. Sie seien „keine Lösung“. Es gehe um die Beschränkung von Kontakten und dies liege in der Hand jedes Einzelnen.

Ist Tourismus im Inland in den Osterferien möglich?

In den Bund-Länder-Beschlüssen ist dazu nichts zu finden. Dieser Punkt sorgte für ziemlichen Ärger in den bis in die Nacht dauernden Beratungen: U.a. Länder wie Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern oder auch Rheinland-Pfalz wollten unbedingt, dass Urlaub in Ferienwohnung- oder häusern, mit Wohnwagen oder Wohnmobilen bei ihnen möglich ist. Stand jetzt gelten aber die bisherigen Regeln, heißt: Hotels und andere Beherbergungsbetriebe sind für Urlauber geschlossen.

Osterreisen waren der Dollpunkt

Für besonderen Ärger hatte bei den Verhandlungen gesorgt, dass die Bundesregierung die Ferieninsel Mallorca aus der Liste der Risikogebiete gestrichen und damit für eine Buchungswelle in Richtung Balearen gesorgt hatte. Er habe für diese Entscheidung des Bundes „kein Verständnis“, sagte Laschet. Mehrere Bundesländer wollten danach kontaktarmen Tourismus über die Ostertage für Selbstversorger in Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen zulassen. Nun gebe eine eine Ungleichbehandlung zwischen Mallorca und innerdeutschen Ferienorten.

NRW-Verkehrsminister Wüst hat offenbar bereits Gespräche mit den großen Flughäfen in NRW geführt, damit diese Vorbereitungen treffen für Tests nach der Landung. Laschet sagte, er erwarte, dass der Bund eine Testung durch die Airlines vor Betreten des Flugzeugs am Abflughafen sicherstellt.

Fragen zur Wirkung der Notbremse

Warum die Notbremse in NRW erst am kommenden Montag in Kraft treten soll, blieb zunächst unklar. Die Bund-Länder-Vereinbarungen sehen vor, das Lockerungen u.a. für den Einzelhandel, für Museen und Außengastronomie zurück genommen werden, wenn die 7-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner drei Tage in Folge überschritten wurde. Am 2. Werktag nach dieser Überschreitung solle die Notbremse eigentlich greifen. Das wäre in NRW am kommenden Donnerstag.

Söder: „Schwere Geburt“ – Laschet: „großer Konsens“

Die Regierungschefs und -chefinnen berieten diesmal rund zwölf Stunden, so lang wie noch nie bei den inzwischen regelmäßigen Beratungen zur Pandemie. „Es war eine schwere Geburt“, sagte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Ministerpräsident Laschet sprach dagegen von einem „großen gesellschaftlichen Konsens“, wenn am Ende solche Beratungen solche Beschlüsse Partei übergreifend gefasst würden. „Das ist Demokratie, das dauert länger als wenn einer allein entscheidet“.

Stand: 23.03.2021, 10:45