Masernschutzgesetz

Viele haben jetzt den Brief über das Masernschutzgestz bekommen.
Liebe Patientin, lieber Patient,
ab dem 1. März 2020 gilt in Deutschland das
Masernschutzgesetz. Es soll unter anderem
Kinder besser vor Masern schützen. Das Gesetz
sieht vor, dass Kinder, die neu in die Kita oder
die Schule eintreten, gegen Masern geimpft
sind. In Kindertagesstätten dürfen Kinder ansonsten nicht aufgenommen werden.
Die gesetzlichen Vorgaben orientieren sich an
den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts. Alle
Personen, die mindestens ein Jahr alt sind,
müssen eine Masern-Schutzimpfung oder eine
Masern-Immunität aufweisen. Alle Personen,
die mindestens zwei Jahre alt sind, müssen zwei
Masern-Schutzimpfungen oder eine ausreichende Immunität gegen Masern aufweisen.
ELTERN MÜSSEN IMPFUNG IHRER KINDER
NACHWEISEN
Eltern müssen die Impfung beziehungsweise die MasernImmunität ihrer Kinder anhand eines entsprechenden
Nachweises belegen können. Der Nachweis kann erbracht
werden durch:
den Impfausweis,
das gelbe Kinderuntersuchungsheft oder
bei bereits erlittener Krankheit durch ein ärztliches
Attest.
Für Kinder, die im März bereits in einer Kita oder in einer
Schule sind, gilt eine Übergangsfrist. Für sie müssen Eltern
die Impfung bis zum 31. Juli 2021 nachweisen. Verstöße
gelten künftig als Ordnungswidrigkeit, für die ein Bußgeld
verhängt werden kann. Auch die Leitungen von Kindertagesstätten müssen mit einer Geldbuße rechnen, wenn sie
nicht geimpfte Kinder aufnehmen. Ausnahmen von der
Impfplicht sieht das Gesetz für Kinder unter einem Jahr vor
und für Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht
geimpft werden können.
IMPFPFLICHT GILT AUCH FÜR VIELE
BESCHÄFTIGTE
Die Impfpflicht gilt nicht nur für Kinder, sondern auch für
nach dem 31. Dezember 1970 geborene Personen, die in
Kitas, Schulen und anderen Gemeinschaftseinrichtungen
arbeiten. Genauso für Tagesmütter und Personal in medizinischen Einrichtungen sowie für Bewohner und Mitarbeitende in Asylbewerber- und Flüchtlingsunterkünften.

MASERN SIND KEINE HARMLOSE KINDERKRANKHEIT
Masern sind eine höchst ansteckende Infektionskrankheit,
die mit zum Teil schweren Komplikationen einhergehen kann. Die Infektion führt zu einer Schwächung des
Immunsystems, die über Monate bis möglicherweise Jahre
anfällig für weitere Infektionen macht.
Nach wie vor sind in Deutschland zu wenig Menschen
gegen Masern geimpft und es gibt in allen Altersgruppen
Impflücken. Dabei schützen Impfungen nicht nur den Geimpften. Bei einer Immunität in der Bevölkerung von etwa
95 Prozent werden auch Personen geschützt, die (noch)
nicht geimpft werden können. Dazu zählen beispielsweise
Säuglinge, Personen mit einer Immunschwäche oder ungeschützte schwangere Frauen. Sind genügend Menschen
immunisiert, können einzelne Krankheitserreger wie das
Masernvirus eliminiert werden.
MEHR INFORMATIONEN: www.masernschutz.de

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